Schwarzes Theater
Es werden mit wenigen Mitteln wie Tüchern, Stäben, Kugeln, Seilen, Handschuhen etc. die ersten wesentlichen Techniken des Schwarzen Theaters vermittelt. Über Musikbeispiele oder Geräusche soll die Phantasie der Teilnehmer/innen zu einzelnen kleinen Szenen angeregt werden, die abschließend präsentiert werden können.
Vorgabe: Schwarze Kleidung! Strümpfe und - wenn möglich - weiße Handschuhe. Keine kurzärmligen T-Shirts.
Workshopleitung: Elke Müller-Matuschek
Spiel mit mobilen Dingen oder Wie die Figur sich am Requisit abarbeiten kann.
Requisiten machen das Theaterspiel interessant und vielfältig. An ihnen können die Schauspieler ihre Gefühle deutlich machen; sie dienen daher häufig nicht nur dekorativen oder inhaltlichen Zwecken.
Eine Zeitung beispielsweise kann ihren ursprünglichen Zweck verändern, indem sie aus Wut zerknüllt, zerrissen und in die Ecke gepfeffert wird. Sie kann aber auch als Hut dienen oder für eine pingelige Figur als Unterlage zum Sitzen gut sein. Das Bild eines geliebten Menschen in der Zeitung kann zu einer erotischen Szene mit Figur und Zeitung führen. Die Figur kann also mit den Requisiten nicht nur ihre Emotionen, sondern auch ihren Charakter verdeutlichen.
Zum Thema „mobil.e.dinge“ werden natürlich Requisiten bespielt, die etwas mit „Reisen“, „Unterwegs sein“ und „Vorwärts kommen“ zu tun haben.
Der Workshop soll ein spannendes Experimentierfeld sein, um eine Figur mit Hilfe von Requisiten näher kennen zu lernen.
Workshopleitung: Iris Hörtzsch
Die Welt der Gefühle - betreten, erleben, darstellen, vertanzen
In unserem Workshop wollen wir gemeinsam die Welt der Gefühle betreten, erleben, darstellen und vertanzen.
In Einzelarbeit und Kleingruppen ordnet ihr Musik Gefühlen zu und setzt diese dann in Bewegungen um. Ihr sollt sowohl für euch Bewegungen ausprobieren und improvisieren als auch eure Ideen anderen weitergeben bzw. Schritte und Bewegungsmuster von anderen erlernen.
Am Nachmittag wollen wir gemeinsam den erlernten körperlichen Ausdruck durch den Gesichtsausdruck (Mimik) verstärken. Über angeleitete Improvisationen entwickeln wir eine kleine Geschichte, die zum Abschluss in einer Präsentation vorgestellt werden soll.
Workshopleitung: Cinzia Rizzo / Marion Bodendorfer
Wenn der Körper spricht - Arbeit mit der Neutralen Maske
Die Neutrale Maske wurde von Jacques Lecoq entwickelt. Sie verdeckt das Gesicht und lässt so den Körper sprechen. Dadurch dient sie der Schulung von Präsenz und Authentizität.
Zugleich ist sie ein fantastischer Ausgangspunkt für den Einstieg in die Darstellung aller möglichen Charaktertypen. Denn sie gibt dem Spieler bzw. der Spielerin durch die entstandene Neutralität eine Anonymität, die Spielfreude wecken kann und einen bisher ungenutzten Raum für die Figur schafft.
Im Workshop arbeiten wir wie folgt: Warming up - Einführung in die Neutrale Maske - Grundlagen für die Arbeit mit der Neutralen Maske - Erarbeitung bestimmter Rhythmen und Ausdrucksformen - Arbeit an universellen Typen, Charakteren, Elementen.
Vorgabe: schwarze Trainingskleidung.
Workshopleitung: Sandra Masemann / Barbara Messer
Die moderne Welt und ihre Konflikte - Pantomime
Der Schwerpunkt wird auf die Probleme mit der Automobilwelt gesetzt. Der Mensch ist Tag für Tag der Mechanisierung ausgesetzt. Dieses Thema wird mit den Schülerinnen und Schülern durch Beobachtung ihrer Umwelt und somit der Gesellschaft pantomimisch erarbeitet.
Parallel zur Pantomime wird in gemeinsamen Improvisationen mit der Stimme eine Visualisierung durch Körperarbeit vorbereitet. Diese Konditionsübungen erfordern ein besonderes Training, eine große Verantwortung für den Körper verbunden mit Übungen der Sensibilisierung, z.B. Dynamik der Bewegungen, Gleichgewichtssinn, Schwerpunkte,
Bewusstsein des energetischen Körperzentrums, Isolation und Koordination der einzelnen Körperteile, um sie anschließend besser einsetzen zu können zum bewussten Ausdruck des Körpers und der Stimme.
Es werden Übungen und Spiele angeboten, die das Interesse an der theatralen Kommunikation auf der Bühne wecken sollen.
Vorgabe: Sportlich leichte Kleidung ist für die erfolgreiche Durchführung der
Werkstattarbeit unbedingt erforderlich.
Workshopleitung: Diego Léon